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Neues Projekt: Startchancenlotse an der Berufsschule II Regensburg


Bildungschancen sind in Deutschland ungleich verteilt: Ob junge Menschen einen Schulabschluss erreichen und den Weg in eine Ausbildung finden, hängt nicht nur von ihnen selbst ab, sondern auch davon, welche Voraussetzungen, Ressourcen und Unterstützung ihnen offenstehen. Das Startchancen-Programm von Bund und Ländern will diesen Zusammenhang von Bildungserfolg und sozialer Herkunft aufbrechen. Und seit diesem Schuljahr unterstützt CampusAsyl innerhalb des Programms mit einem Startchancenlotsen die Städtische Berufsschule II Regensburg.

Das Programm startete im Schuljahr 2024/2025 und ist auf zehn Jahre angelegt. Insgesamt stellt der Bund dafür 20 Milliarden Euro bereit. Über 500 bayerische Schulen nehmen teil, darunter 75 Berufsschulen. Ausgewählt wurden sie über einen Sozialindex, der unter anderem Kinderarmut und Migrationserfahrung berücksichtigt. Das Programm ruht auf drei Säulen: Investitionen in moderne Lernorte, ein Chancenbudget für Schul- und Unterrichtsentwicklung und zusätzliches Personal, das die multiprofessionellen Teams an den Schulen stärkt.

An den Berufsschulen verfolgt das Programm vor allem zwei Ziele: Weniger junge Menschen sollen die Schule ohne Abschluss verlassen, und mehr sollen nachhaltig in eine Ausbildung finden. Dafür sollen Basiskompetenzen wie Deutsch und Mathematik gestärkt, sozial-emotionale Kompetenzen gefördert und Netzwerke rund um die Schule ausgebaut werden um vorhandene Strukturen und Unterstützungsangebote zu stärken und weiterzuentwickeln.

Ein zentraler Ort dafür ist die Berufsvorbereitung. Hier lernen Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz haben oder erst seit Kurzem in Deutschland sind, etwa in den Berufsintegrationsklassen, in denen neben der beruflichen Orientierung vor allem die deutsche Sprache im Mittelpunkt steht. Genau hier ist unser Startchancenlotse angesiedelt. Gemeinsam mit den Lehrkräften und den Beratungs- und Unterstützungsstellen an der Schule begleitet er Schüler*innen auf ihrem Weg, schafft Verbindungen zu Angeboten innerhalb und außerhalb der Schule und hilft dabei, Übergänge von der Schule in die Ausbildung, aber auch zwischen Schule und Alltag zu erleichtern.

Übernommen hat die Stelle unser Kollege Tony Oberhofer, der bereits im Projekt WiA – „Willkommen internationale Arbeitskraft“ tätig ist. Als ausgebildeter Grundschullehrer mit mehrjähriger Erfahrung in der politischen Bildung bringt er die pädagogische Perspektive mit, die es an der Schnittstelle von Schule, Beratung und Alltag braucht. Im WiA-Projekt bleibt er weiterhin für Bildungsangebote und Workshops aktiv und so wachsen zwei Arbeitsbereiche zusammen, die ohnehin eng verbunden sind.

Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Berufsschule II und darauf, gemeinsam dazu beizutragen, dass junge Menschen in Regensburg ihren Abschluss schaffen, eine Ausbildung finden und diese auch erfolgreich beenden.


Das Startchancen-Programm ist ein gemeinsames Programm von Bund und Ländern zur Stärkung der Bildungs- und Chancengerechtigkeit. In Bayern wird es vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus umgesetzt.



30.09.2026 09:51,
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