Fahrradfahren bedeutet Freiheit. Wer sich sicher mit dem Fahrrad fortbewegen kann, gewinnt nicht nur an Mobilität, sondern auch ein Stück Unabhängigkeit im Alltag. Genau hier setzt der Fahrradkurs für Frauen von CampusAsyl an.
Das Angebot richtet sich an Frauen mit Flucht-/Migrationsgeschichte, die bisher keine Gelegenheit hatten, Fahrradfahren zu lernen. Am aktuellen Kurs nehmen mehr als 20 Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, darunter die Ukraine, Somalia, Syrien, Afghanistan und der Iran, teil. Begleitet werden sie von drei engagierten Kursleiterinnen sowie ehrenamtlichen Fahrrad-Buddys.
Der Kurs basiert auf einem bewährten Konzept des Vereins Bike Bridge: Durch Kennenlernspiele, Koordinations- und Balanceübungen sowie erste Fahrversuche auf Laufrädern werden die Teilnehmerinnen Schritt für Schritt an das Fahrradfahren herangeführt. Jede Frau lernt dabei in ihrem eigenen Tempo und erhält individuelle Unterstützung. Ziel ist es, am Ende des Kurses sicher Fahrrad fahren zu können und das Gelernte bei einer gemeinsamen Radtour anzuwenden.
Doch der Fahrradkurs vermittelt weit mehr als nur eine praktische Fähigkeit. Er schafft einen Raum für Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Frauen unterschiedlicher Herkunft kommen zusammen, knüpfen Kontakte und stärken ihr Selbstvertrauen – auf und neben dem Fahrrad. Eine Besonderheit in diesem Jahr ist, dass sich an den Anfängerinnen-Kurs direkt ein kürzerer Kurs für Fortgeschrittene anschließt. Wer seine Sicherheit auf dem Fahrrad weiter verbessern möchte, hat dazu also unmittelbar die Gelegenheit.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Kursleiterinnen, den ehrenamtlichen Buddys und allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die dieses wichtige Angebot möglich machen.
Der Fahrradkurs ist Teil des Projekts „Begleiten – Unterstützen – Fördern“, welches von der Europäischen Union im Rahmen des europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) gefördert wird.