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Kritik an massiven Einschränkungen beim Zugang zu Integrationssprachkursen


Die Bundesregierung hat den Zugang zu Integrationssprachkursen zuletzt massiv eingeschränkt – mit weitreichenden Folgen für viele Geflüchtete. Konkret bedeutet das: Der Bund finanziert aktuell fast ausschließlich verpflichtende Integrationskurse, während freiwillige Kursteilnahmen weitgehend ausgesetzt wurden. Die Zahl der Kursteilnehmer*innen hat sich damit quasi halbiert.

Besonders betroffen sind Menschen im Asylverfahren, Geduldete, EU-Bürger*innen sowie Geflüchtete aus der Ukraine. Viele von ihnen haben keinen Anspruch mehr auf einen kostenlosen Sprachkurs – obwohl genau diese Angebote in den letzten Jahren bewusst ausgeweitet wurden, um frühe Integration und Teilhabe zu ermöglichen.

Für viele Betroffene hat das drastische Konsequenzen: Sie warten teils über ein Jahr auf einen Kursplatz oder sollen die Kosten künftig selbst tragen, was in der Realität oft unmöglich ist.

Für CampusAsyl steht dabei fest: Integrationskurse sind kein „Nice-to-have“. Sie vermitteln nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch grundlegendes Wissen über Gesellschaft, Rechtsordnung und Alltag in Deutschland – und sind damit eine zentrale Voraussetzung für Teilhabe, Bildung und Beschäftigung.

Warum die Einschränkungen gravierend sind

Wenn der Zugang zu Sprachkursen eingeschränkt wird, hat das unmittelbare Auswirkungen auf die Lebensrealität der Betroffenen:

  • Ohne Sprachkenntnisse ist der Zugang zum Arbeitsmarkt stark erschwert.
  • Gesellschaftliche Teilhabe bleibt eingeschränkt.
  • Integration wird verzögert oder sogar verhindert.

Zahlreiche Kommunen, Bildungsträger und auch wirtschaftliche Akteure kritisieren deshalb die aktuellen Maßnahmen deutlich. Sie warnen vor langfristigen Folgen – nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für Gesellschaft und Arbeitsmarkt.

Gemeinsamer Protest: Offener Brief und klare Forderungen

Vor diesem Hintergrund hat CampusAsyl gemeinsam mit 27 weiteren Organisationen eine Pressemitteilung bzw. einen offenen Brief unterzeichnet, der die aktuellen Entwicklungen klar kritisiert.

Unsere Haltung ist eindeutig:

  • Sprachliche Integration darf nicht am Geldbeutel scheitern.
  • Spracherwerb muss barrierefrei möglich sein.
  • Teilhabe ist kein optionales Extra, sondern Grundlage einer gerechten Gesellschaft.

Auch ihr könnt aktiv werden: Petition unterstützen

Neben politischem Druck durch Stellungnahmen braucht es auch öffentlichen Rückhalt. Deshalb hat die GEW eine Petition gestartet, die fordert, die Einschränkungen bei den Integrationskursen zurückzunehmen. Mit eurer Unterschrift könnt ihr ein klares Zeichen setzen: für Teilhabe, für Bildungsgerechtigkeit und für eine funktionierende Integrationspolitik.

👉 Jetzt Petition unterschreiben:
https://weact.campact.de/petitions/zulassungsstopp-fur-integrationskurse-zurucknehmen

Unser Appell

Integration beginnt mit Sprache. Wer Menschen den Zugang zu Sprachkursen verwehrt, erschwert nicht nur individuelles Ankommen – sondern schwächt den gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt. Lasst uns gemeinsam dafür einsetzen, dass Integrationskurse wieder offen und zugänglich sind – für alle.



31.03.2026 11:17,
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