Organisiert werden die Abende von Rosi, die die Kochgruppe von Anfang an begleitet. Sie sucht im Vorfeld Rezepte aus und kümmert sich um den Einkauf. Vor Ort entscheiden die Teilnehmenden dann gemeinsam, was sie kochen möchten. Schnell finden sich kleine Gruppen zusammen und beginnen mit den Vorbereitungen. Dabei ist immer auch ein vegetarisches Gericht dabei, das gemeinsam gekocht wird.
Die Atmosphäre ist offen und ungezwungen. Es wird viel gelacht, gesprochen und ausprobiert. Auch wenn es manchmal etwas durcheinander wirkt, hat Rosi alles im Blick und sorgt dafür, dass sich alle wohlfühlen. Ein zentrales Prinzip des Abends ist, dass alle mithelfen. Wer mitisst, beteiligt sich auch am Kochen und beim Aufräumen. So entsteht nicht nur ein gemeinsames Essen, sondern auch ein gemeinsamer Prozess, bei dem jede Person ihren Beitrag leistet.
Während des Kochens entstehen ganz von selbst Gespräche. Es geht um den Alltag, um Studium, Ausbildung oder Arbeit. Viele nutzen den Abend auch, um Deutsch zu üben. Neue Wörter werden direkt im Gespräch angewendet und Fragen können jederzeit gestellt werden. Gerade durch das gemeinsame Tun fällt das Sprechen oft leichter als in einem klassischen Lernkontext. Ein fester Bestandteil jedes Treffens ist der Moment vor dem Essen. Alle halten kurz inne und drücken auf ihre eigene Weise Dankbarkeit aus. Jede Person so, wie es für sie passt, unabhängig von Religion oder persönlichem Glauben. Dieser respektvolle Umgang miteinander prägt die Kochabende seit vielen Jahren.
Über die Zeit ist die Kochgruppe zu mehr als einem gemeinsamen Abend geworden. Für viele ist sie ein Ort, an dem man Kontakte knüpfen, sich austauschen und Unterstützung finden kann. Fragen, etwa zu Ausbildung oder Alltag, haben hier genauso Platz wie einfaches Zusammensitzen und gemeinsames Essen. Dass die Kochabende seit über zehn Jahren bestehen und weiterhin so gut besucht sind, zeigt, wie wichtig solche offenen und niedrigschwelligen Angebote sind. Ein Ort, an dem Begegnung ganz selbstverständlich entsteht und an dem alle willkommen sind. Wer Lust hat, selbst einmal dabei zu sein, kann einfach vorbeikommen. Neue Gesichter sind jederzeit willkommen.
Gekocht wird jeden zweiten und vierten Montag im Monat ab 17:00 Uhr. Vor der ersten Teilnahme wird um eine kurze Anmeldung gebeten, damit über mögliche Änderungen informiert werden kann.
Bei Interesse oder Fragen kannst du dich direkt an Rosi wenden unter
kochen@campus-asyl.de